Periradikuläre Therapie

Unter der Periradikulären Therapie (abgekürzt: PRT) versteht man die Anwendung eines stark entzündungshemmenden Medikamentes lokal an eine Nervenwurzel (Radix) im Rahmen der speziellen Schmerztherapie von ausstrahlenden (radikulären) Schmerzen bei nachgewiesenen Erkrankungen der Wirbelsäule.

Technik:

Bauchlage des Patienten. Das zu behandelnde Segment der Wirbelsäule wird mittels Computertomografie dargestellt. Anhand dessen plant man die Stichrichtung und -tiefe. Nach der Hautdesinfektion wird die sterile Injektionsnadel (koaxiale interventionelle Kanüle) exakt positioniert. CT-Lagekontrolle mittels Kontrastmittel, danach wird das Medikament (hochdosiertes Kortikoid) appliziert. Nach der PRT Injektion können in wenigen Fällen (1-2 %) Kopfschmerzen infolge einer Liquor-Punktion auftreten. Der Patient kann trotz Schäden an der Wirbelsäule bzw. der Bandscheibe schmerzfrei leben, arbeiten und Sport treiben. Eine risikobehaftete Operation bleibt in der Regel erspart.